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Gelbhalsmaus – Apodemus flavicollis

Kennzeichen und Allgemeines

In der Größe übertrifft die Gelbhalsmaus die Hausmaus etwas. Ihre Oberseite ist rostbraun gefärbt. Die blendendweiße Unterseite ist scharf davon abgegrenzt. Zu ihrem Namen verholfen hat der Gelbhalsmaus ein gelbes Kehlband – auch als Brustband bezeichnet, das oft von einem „Arm“ zum anderen reicht, was ein Unterscheidungsmerkmal zur sehr ähnlichen Waldmaus ist, wo der Fleck örtlicher begrenzt vorliegt. Ihre sehr großen Ohren können eine Länge von bis zu 1,9cm erreichen. Die Kopf-Rumpflänge beträgt bei der Gelbhalsmaus zwischen 8,8 bis 13cm. Die Schwanzlänge liegt zwischen 9,2 und 13,4cm, wobei die Schwanzlänge meist die Körperlänge übertrifft.

Die Nahrung der Gelbhalsmaus besteht aus Samen, Getreide, Pflanzen und Insekten.

Feuchte Laubwälder, Erlenbrüche und Parkanlagen bilden den Lebensraum der Gelbhalsmaus. Sie ist in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Gelbhalsmäuse bewohnen Baumlöcher, Baumhöhlen, Felsspalten, Nistkästen und Maulwurfsgänge. Seltener bauen sie auch Wohnnester und Vorratskammern unter Baumwurzeln.

Im Winter verlagert die Gelbhalsmaus ihren Lebensraum in Stallungen, Strohmieten und Gebäuden, die sich in Waldnähe befinden.

Gelbhalsmäuse sind gute Kletterer und Springer, die sich mit leisen Pieplauten verständigen. Wenn die Gelbhalsmaus auf der Flucht ist, bewegt sie sich in weiten Sätzen fort.

Fortpflanzung

Von März bis September ist Brunstzeit bei den Gelbhalsmäusen. Nach einer Tragzeit von 23 bis 26 Tagen werden zwei bis acht Junge geboren. Im Zeitraum März bis Oktober können zwischen drei und vier Würfe erfolgen. Die jungen Gelbhalsmäuse haben ihre Augen zwölf bis 14 Tage lang geschlossen. Sie werden gut zwei Wochen lang gesäugt, bevor sie mit etwa drei Wochen vollkommen selbstständig sind. Die Geschlechtsreife setzt mit sieben bis acht Wochen ein.

Befall

Gelbhalsmäuse dringen teilweise auch in Gebäude ein.

Schadwirkung

Die Gelbhalsmaus gehört zu den Forstschädlingen.

In Gebäuden ist die Gelbhalsmaus sowohl ein Vorratsschädling (sie frisst und verdirbt Lebensmittel) als auch ein Materialschädling (Gelbhalsmäuse haben u.a. eine Vorliebe für elektrische Leitungen.).

Zudem ist die Gelbhalsmaus ein potentieller Träger von Hantaviren, was sie ebenfalls zu einem gefährlichen Gesundheitsschädling macht.

Weitere Informationen:

Insekten

Spinnentiere

Marder

Maulwurf und Spitzmaus

Schadnager

Tauben

Waschbär

Schädlinge von A-Z

(Lateinische Namen)


A: Acanthoscelides obtectus, Acheta domesticus, Anthrenus spec., Apodemus flavicollis, Apodemus sylvaticus, Argas reflexus, Arvicola terrestis, Arvicolinae, Attagenus pellio
B: Balaustium murorum, Blattaria, Blatta orientalis, Blattella germanica, Blattodea, Bombus
C: Calliphora erythrocephala, Calliphora vicina, Camponotus ligniperda, Carpophilus hemipterus, Cimex lectularius, Coleoptera, Columba livia domestica, Columba palumbus, Crocidura russula, Cryptolestes ferrugineus, Cryptophagidae, Culex pipiens
D: Dermanyssus gallinae, Dermatophagoides facrinae, Dermatophagoides pteronyssinus, Dermestes lardarius, Drosophila spec.
E: Ectobius sylvestris, Eliomys quercinus, Ephestia elutella, Ephestia kuehniella
F: Fannia canicularis, Formicoidea
G: Gibbium psylloides, Glis glis, Gnathocerus cornutus
H: Harmonia axyridis, Hofmannophila pseudospretella
I: Ixodes ricinus
K: Kleidocerys resedae
L: Lasioderma serricorne, Lasius brunneus, Lasius emarginatus, Lasius fulginosus, Lasius niger, Lathridiidae, Lepisma saccharina, Linepithema humile, Lucilia sericata
M: Martes foina, Microtus agrestis, Microtus arvalis, Monomorium pharaonis, Musca domestica, Mus musculus, Muscardinidae, Muscardinus avellanarius, Myodes glareolus, Myoxus glis
N: Necrobia rufipes, Nemapogon granellus, Niptus hololeucus
O: Ondatra zibethica, Orizaephilus mercator, Oryzaephilus surinamensis
P: Paravespula germanica, Paravespula vulgaris, Periplaneta americana, Periplaneta australasiae, Plodia interpunctella, Pollenia rudis, Porcellio scaber, Procyon iotor, Psocoptera, Psychodidae, Ptinus fur, Ptinus tectus, Pyrrhocoris apterus
R: Rattus norvegicus, Rattus rattus, Rhaphigaster nebulosa, Rhipicephalus sanguineus, Rhizopertha dominica
S: Sarcophaga carnaria, Siphonaptera, Sitophilus granarius, Sitophilus oryzae, Stegobium paniceum, Streptopelia decaocto, Supella longipalpa
T: Talpa europaea, Tapinoma melanocephalum, Tenebrio molitor, Tetramorium caespitum, Thaumatomyia notata, Thaumetopoea processionea, Thermobia domestica, Tinea pellionella, Tineola bisselliella, Tribolium castaneum, Tribolium confusum, Tribolium destructor, Trogoderma angustum, Trogoderma granarium
V: Vespa crabro, Vespidae

Schädlinge von A-Z

(Trivialnamen, Volksnamen und umgangssprachliche Bezeichnungen)