Kennzeichen und Allgemeines
Der Brotkäfer ist rotbraun und zwischen 1,75 und 3,75mm lang. Entlang seiner Flügeldecken befinden sich feine Haare und Punktreihen, die sich unter Zuhilfenahme einer Lupe erkennen lassen.
Optisch erinnern die Larven des Brotkäfers an Engerlinge (Larven des Maikäfers). Sie erreichen eine Länge von bis zu 5mm. Ihr Körper ist weiß mit feiner Behaarung. Der Kopf der Larve ist bräunlich.
In Haushalten, Drogerien und Apotheken gehört der Brotkäfer zu den häufigsten Schädlingen. Eingeschleppt wird der Brotkäfer meist über Nahrungsmittel, Gewürze oder Kräuterteemischungen. Ursprünglich ist der Brotkäfer in wärmeren Klimaregionen beheimatet.
Der Brotkäfer ist ein naher Verwandter des Gewöhnlichen Nagekäfers (Holzwurm), deshalb ist er in der Lage kleine Bohrlöcher (selbst durch Plastikfolie oder Silikonabdichtungen) zu nagen.
Fortpflanzung
Das Weibchen des Brotkäfers legt um die 75 Eier ab. Dazu wählt es dunkle Orte oder Nahrungsmittel wie Gewürze oder Mehl aus.
Nach Abschluss der Larvenentwicklung verpuppt such die Larve. Nach einiger Zeit schlüpft der erwachsene Brotkäfer, der keine Nahrung mehr zu sich nimmt. Nach dem Schlupf paart er sich und die Weibchen legen Eier an geeigneten Nährsubstraten ab. Danach sterben die Käfer ab. Im Laufe eines Jahres können sich zwischen zwei und drei Generationen des Brotkäfers entwickeln.
Meist treten Brotkäfer in den Monaten Februar, Juni und September in Erscheinung.
Befall
Zu den bevorzugten Nahrungsmitteln des Brotkäfers gehören trockene Waren wie Nudeln, Nüsse, Tierfutter oder Backwaren. Daneben werden auch Hülsenfrüchte, Getreide, getrocknete Früchte, stärkehaltige Lebensmittel, Kakao, Kaffee, Tabak, Schokolade, Leder, getrocknetes Pflanzenmaterial, botanische Sammlungen, Leder, Bilder und Bucheinbände befallen.
Schadwirkung
Der Brotkäfer bzw. seiner Larven zerstören Nahrungsmittel und Gegenstände durch Fraß. Es gibt keinen Beleg für gesundheitliche Beeinträchtigungen durch den Brotkäfer. Er ist zudem kein Krankheitsüberträger. |
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