Sie befinden sich hier: Startseite -> Schädlingsbekämpfungsmittel -> mechanisch

Mechanische Schädlingsbekämpfungsmittel

Die Bandbreite im Bereich der mechanischen Schädlingsbekämpfungsmittel ist groß und vielfältig:

Schlagfallen | Totschlagfallen

Schlagfallen bzw. Totschlagfallen gibt es in vielen verschiedenen Ausführung und zur Bekämpfung der unterschiedlichsten Schädlinge.

Mäusefallen und Rattenfallen

trapped - in der FalleDie bekanntesten Fallen dieser Art sind die klassischen Mausefallen und Rattenfallen, die für den Hausgebrauch meist in Holzausführung angeboten werden, wobei Kunststoff die deutlich hygienischere Variante ist. Schlagfallen mit Holzunterbau werden nicht durch uns eingesetzt. Das Prinzip der Schlagfallen ist simple: Mit einem attraktiven Köder ausgestattet, wird die Maus oder Ratte angelockt, sobald der Köder berührt wir, löst der Mechanismus aus, der mithilfe einer Feder gespannte Bügel klappt sekundenschnell herunter und trifft den Schadnager im Optimalfall im Genick, was den sofortigen Tod zur Folge hat. Da immer ein Restrisiko für eine reine Verletzung des Tieres besteht, müssen Schlagfallen gemäß dem Tierschutzgesetz mindestens zweimal täglich kontrolliert werden, um ein unnötiges Leiden des Tieres zu verhindern.

Wühlmausfallen

In der Wühlmausbekämpfung kommen unter anderem die Zangenfallen zum Einsatz. Die Zangenfalle wird im Gang der Wühlmaus eingesetzt und durch Zusammendrücken des Griffs gespannt. Dabei hält ein kleines Metallplättchen die Falle geöffnet. Stößt nun eine Maus gegen das Metallplättchen, schließt sich die Falle wie eine Zange, wobei die Wühlmaus eingeklemmt und durch die gezackten Kanten der Falle
getötet.

Selbstschussgeräte bzw. Schussgeräte oder Schussfallen gehören ebenfalls zu den mechanischen Schädlingsbekämpfungsmitteln, die gegen Wühlmäuse eingesetzt werden. Die Wühlmaus wird dabei ähnlich wie mit einer Handfeuerwaffe durch eine Patrone erschossen, wobei die Falle bzw. der Schuss durch die Wühlmaus selbst ausgelöst wird.

Fallen für größere Tiere

Vornehmlich in der Jagd werden die sogenannten Abzugeisen eingesetzt. Dabei gehören die Conibearfalle, das Eiabzugeisen und der Schwanenhals zu den bekanntesten und verbreitesten Arten. Die früher verwendeten Tellereisen sind in diesem Zusammenhang in Deutschland bereits seit 1934 verboten.

Mit Abzugeisen wird unter anderem Iltis, Marder, Fuchs und Dachs sowie auch Krähen, Elstern oder Kaninchen nachgestellt. Für das Bejagen von Bisamratten gibt es darüber hinaus spezielle Fangeisen, die auf ähnlichen Funktionsprinzipien wie die unten genauer erklärten Fallen basieren.

Conibearfalle
Der Aufbau einer Conibearfalle besteht aus zwei Metallrahmen, die gegen eine starke Federkraft unter Zurhilfenahme einer Spannzange gegeneinander verdreht werden. Das Auslösen der Falle erfolgt, wenn die mittig in der Falle angebrachten Drahtstifte beim Durchlaufen der Falle berührt werden. Wenn die Falle ausgelöst wird, kehren die Metallrahmen augenblicklich in ihre Ursprungslage zurück und treffen dabei das gefangene Tier im Idealfall im Genick. Da reines Durchlaufen das Auslösen der Conibearfalle verursacht, besteht hier ein hohes Risiko für „Fehlfänge“. Aufgrund dieser mangelnden Möglichkeit zur Selektion ist die Verwendung dieser Fallenart in einigen Bundesländern in Deutschland verboten.

Eiabzugeisen und Schwanenhals

Diese beiden Schlagfallenarten bestehen aus zwei Metall-Halbbögen, die mithilfe eines Spannhebels gegen eine Federkraft zu einem Kreis aufgeklappt werden. Der Auslösemechanismus befindet sich in der Mitte. Dieser verfügt über einen kleinen „Teller“, der zur Köderaufnahme bzw. Köderplatzierung dient. Wenn ein Tier den auf dem Teller angebotenen Köder aufnimmt, löst die Falle aus. Beim Auslösen der Falle klappen die beiden Halbkreise mit einer Kraft von bis zu 200 Newton zusammen und treffen das Tier dabei im Idealfall tödlich im Genick.

Lebendfallen

Das umfangreiche Angebot an Lebendfallen fällt ebenfalls in den Bereich der mechanischen Schädlingsbekämpfungsmittel. Lebendfallen gibt es zum Fangen von Schadnagern wie Mäusen und Ratten ebenso wie zum Fang größerer Tiere wie Marder oder Waschbären. Die Tiere werden nach Auslösen des jeweiligen Fallenmechanismus sicher und unverletzt in der Falle eingeschlossen. Eine regelmäßige Kontrolle (mehrfach täglich) ist hierbei unerlässlich. Die gefangenen Tiere können an einem anderen Ort freigelassen oder im Sinne des Tierschutzgesetzes durch eine im Töten von Wirbeltieren sachkundige Person getötet werden.

Netze, Gitter, Abwehrgürtel, Edelstahlspitzen, Spanndrahtsysteme & Co.

Auch wenn es sich bei den Netzen, Gittern, Abwehrgürteln, Edelstahlspitzen und Spanndrahtsystemen vornehmlich um Mittel handelt, die dazu dienen, den Schädlingen den Zugang zu verwehren, sind auch diese zu den mechanischen Mitteln in der Schädlingsbekämpfung zu rechnen. Dazu gehören beispielsweise Fliegengitter für Fenster und Türen oder Moskitonetze für Betten.

Fliegenklatsche

Auch die Fliegenklatsche, die sich nicht nur zur Tötung von Fliegen verwenden lässt, ist aufgrund ihres Funktionsprinzips zu den mechanischen Schädlingsbekämpfungsmitteln zu rechnen.