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Taubenzecke – Argas reflexus

Kennzeichen und Allgemeines

Taubenzecke - Schädlinge-Lexikon, JARKOW.deDie rotbraune Taubenzecke hat einen eiförmigen, abgeplatteten Körper mit einer Länge von 5,5 bis 11mm. Wie beim Holzbock sind auch die Weibchen (bis zu 11mm) der Taubenzecke größer als die Männchen (bis zu 8mm). Im nüchternen Zustand erscheint die Taubenzecke farblich eher gelblich. Die Körperhülle der Taubenzecke ist weich, lederartig und mit feinen Wärzchen besetzt. Sie gehört zur Gruppe der Lederzecken.

Die winzigen Larven der Taubenzecke sind lediglich bis zu 1mm groß.

Taubenzecken sind nachtaktiv.

Es besteht eine große Verwechslungsgefahr mit Bettwanzen, da die Mundwerkzeuge (außer im Larvenstadium) unterhalb des Körpers verborgen sind und der Taubenzecke damit das typische Zeckenaussehen fehlt.

Fortpflanzung

Die Taubenzecke durchläuft nach der Eiablage drei Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe, Imago). Die Geschwindigkeit der Entwicklung hängt von der Temperatur ab. So können bis zum Schlüpfen der Larven aus den Eiern lediglich etwa 3 Monate oder aber auch bis zu 3 Jahre vergehen.

Die Larven der Taubenzecke weisen wie die Larven des Holzbocks lediglich drei Beinpaare bzw. 6 Beine auf. Erst ab dem Nymphen-Stadium sind die für die Spinnentiere charakteristischen 8 Beine vorhanden.

In jedem Entwicklungsstadium muss Blut gesaugt werden. Die Larven saugen bis zu 11 Tage, während sich Nymphen und ausgewachsene Taubenzecken immer nur für circa eine halbe Stunde pro Monat auf den Wirt begeben, um Blut aufzunehmen.

Bis die Larven der Taubenzecke sich zur Nymphe häuten, vergeht nach Aufnahme der Blutmahlzeit häufig über ein Jahr. Insgesamt kann die Gesamtentwicklung vom Ei zur erwachsenen Taubenzecke zwischen vier bis fünf Jahren in Anspruch nehmen.

Die weibliche Taubenzecke legt im Anschluss an den Geschlechtsakt etwa 100 bis 300 ab. Sie stirbt nicht nach der Eiablage und kommt während ihres Lebens auf insgesamt 4 bis 6 Eiablagen.

Taubenzecken können sehr alt werden. Sie erreichen ein Lebensalter von 7 bis 10 Jahren – manchmal auch länger.

Befall

Der Wirt der parasitisch lebenden Taubenzecke ist die Taube. Tagsüber leben die Taubenzecken versteckt in Spalten und Ritzen. Nachts begeben sich die Zecken dann auf den schlafenden Wirt, um Blut zu saugen.

Die Gefahr eines Befalls mit Taubenzecken, ergibt sich daraus, dass immer mehr Tauben ihre Nester am Haus (z.B. auf Dachböden) des Menschen bauen. Wenn die Tauben dann vertrieben werden oder aus irgendwelchen anderen Gründen ihren Nestern fernbleiben, wandern die Taubenzecken aktiv in die Wohnräume ein und stechen ersatzweise den Menschen.

Bei einem großen Taubenvorkommen ist mit einer Massenvermehrung der Taubenzecke zu rechnen, was zu einer regelrechten Invasion und einem Massenbefall führen kann.

Schadwirkung

Taubenzecken stechen vor allem in weiche Hautregionen ihrer Wirte. Dabei betäubt der einfließende Speichel der Zecke den Einstichschmerz. Der Blutfluss wird beschleunigt und die Blutgerinnung gehemmt. Meistens spürt man vom Stich selber nichts. Die Reaktionen kommen erst, wenn die Taubenzecke ihre Blutmahlzeit beendet hat. Dabei kann die Auswirkung von einfachem, lästigen Juckreiz bis hin zu einem allergischen (anaphylaktischen) Schock reichen, der lebensbedrohlich sein kann.

Wohnungen können durch einen Massenbefall unbewohnbar werden.

Insekten

Spinnentiere

Marder

Maulwurf und Spitzmaus

Schadnager

Tauben

Waschbär

Schädlinge von A-Z

(Lateinische Namen)


A: Acanthoscelides obtectus, Acheta domesticus, Anthrenus spec., Apodemus flavicollis, Apodemus sylvaticus, Argas reflexus, Arvicola terrestis, Arvicolinae, Attagenus pellio
B: Balaustium murorum, Blattaria, Blatta orientalis, Blattella germanica, Blattodea, Bombus
C: Calliphora erythrocephala, Calliphora vicina, Camponotus ligniperda, Carpophilus hemipterus, Cimex lectularius, Coleoptera, Columba livia domestica, Columba palumbus, Crocidura russula, Cryptolestes ferrugineus, Cryptophagidae, Culex pipiens
D: Dermanyssus gallinae, Dermatophagoides facrinae, Dermatophagoides pteronyssinus, Dermestes lardarius, Drosophila spec.
E: Ectobius sylvestris, Eliomys quercinus, Ephestia elutella, Ephestia kuehniella
F: Fannia canicularis, Formicoidea
G: Gibbium psylloides, Glis glis, Gnathocerus cornutus
H: Harmonia axyridis, Hofmannophila pseudospretella
I: Ixodes ricinus
K: Kleidocerys resedae
L: Lasioderma serricorne, Lasius brunneus, Lasius emarginatus, Lasius fulginosus, Lasius niger, Lathridiidae, Lepisma saccharina, Linepithema humile, Lucilia sericata
M: Martes foina, Microtus agrestis, Microtus arvalis, Monomorium pharaonis, Musca domestica, Mus musculus, Muscardinidae, Muscardinus avellanarius, Myodes glareolus, Myoxus glis
N: Necrobia rufipes, Nemapogon granellus, Niptus hololeucus
O: Ondatra zibethica, Orizaephilus mercator, Oryzaephilus surinamensis
P: Paravespula germanica, Paravespula vulgaris, Periplaneta americana, Periplaneta australasiae, Plodia interpunctella, Pollenia rudis, Porcellio scaber, Procyon iotor, Psocoptera, Psychodidae, Ptinus fur, Ptinus tectus, Pyrrhocoris apterus
R: Rattus norvegicus, Rattus rattus, Rhaphigaster nebulosa, Rhipicephalus sanguineus, Rhizopertha dominica
S: Sarcophaga carnaria, Siphonaptera, Sitophilus granarius, Sitophilus oryzae, Stegobium paniceum, Streptopelia decaocto, Supella longipalpa
T: Talpa europaea, Tapinoma melanocephalum, Tenebrio molitor, Tetramorium caespitum, Thaumatomyia notata, Thaumetopoea processionea, Thermobia domestica, Tinea pellionella, Tineola bisselliella, Tribolium castaneum, Tribolium confusum, Tribolium destructor, Trogoderma angustum, Trogoderma granarium
V: Vespa crabro, Vespidae

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(Trivialnamen, Volksnamen und umgangssprachliche Bezeichnungen)