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Mücken

In der englischen Sprache werden Mücken als Moskitos bezeichnet. In einigen Regionen Deutschlands (vor allem in Süddeutschland) spricht man fälschlicherweise auch von Schnaken, wenn Mücken gemeint sind, was biologisch nicht korrekt ist. Allein in Deutschland werden 40 verschiedene Mückenarten unterschieden.

Hausmücken

Kennzeichen und Allgemeines

Hausmücke im PortraitZu den Hausmücken zählen die Culex- und Culiseta-Arten. Darunter fällt beispielsweise auch die Gemeine Stechmücke (Culex pipiens).

Stechmücke in der DetailansichtDie Weibchen der Culex-Arten erreichen eine maximale Körperlänge von etwa 5mm. Wenn sie sitzen, spreizen sie ihr Abdomen nicht von der Unterlage weg. Farblich erscheinen diese Mücken bräunlich-grau, wobei das Abdomen helle Querbinden aufweist. Die Weibchen der Culisera-Arten sind mit 7 bis 9mm deutlich größer als die der Culex-Arten. Sie sind schwarz-grau mit weißen Querbinden gefärbt. Ihre Beine weisen eine weiße Ringlung auf und die Vorderflügel tragen schwarze Tupfen.

 

Fortpflanzung

Larve der StechmückeDie Eiablage erfolgt bei Stechmücken grundsätzlich in stehendem Wasser ab dem Frühjahr. Dabei kann es sich ebenso um einen kleinen Gartenteich wie um einen großen See, um eine Regentonne, um eine Pfütze, um etwas Wasser in einem vergessenen Blumentopf / Eimer oder um Wasseransammlungen in der Kanalisation handeln. Die Eier werden als schwimmende Pakete auf der Wasseroberfläche abgelegt, die als „Eischiffchen“ bezeichnet werden und 200 bis 400 Eier enthalten können.

MückenlarveDie Larven der Stechmücke bewegen sich schlängelnd fort. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen. Um über ein Atemrohr am Körperende Luft aufzunehmen, schwimmen die Larven regelmäßig zur Oberfläche. Die Larvenentwicklung vollzieht sich bei den Stechmücken in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Dabei finden vier Häutungen statt, bevor die Puppe entsteht. Die Puppen der Stechmücken weisen die Form eine Birne auf. In diesem Stadium wird keine Nahrung mehr aufgenommen. Mithilfe von zwei Atemhörnchen heften sich die Puppen der Stechmücken an die Wasseroberfläche. Nach einer Puppenruhe von etwa zwei bis vier Tagen schlüpfen voll entwickelte Tiere.

Die Stechmückenlarven und auch die Puppen der Stechmücken können sich bei Unruhe bis auf den Gewässergrund fallen lassen, wo sie warten, bis sich die Lage wieder beruhigt hat.

Befall

Mücken fliegen über geöffnete Fenster und Türen in Gebäude ein.

Da Stechmücken eine sehr große Anzahl an Eiern ablegen und die Larvenentwicklung relativ kurz ist, kann es bei günstigen klimatischen Bedingungen und ausreichend vorhandenen Brutgewässern zu einer massenhaften Vermehrung und damit zu einer Mückenplage kommen. In erster Linie kommt es in den Monaten August und September zu derartigen Plagen.

Weibliche Stechmücken stechen Mensch und Tier, um an Blut zu gelangen. Dabei orientieren sie sich anhand von ausgeatmetem Kohlendioxid und bestimmter Körpergerüche, um einen Wirt ausfindig zu machen. Männliche Stechmücken lecken nur Pflanzensaft und stechen nicht.

Begattete Stechmückenweibchen ziehen sich im Winter gerne in dunkle und kalte Keller oder auf Dachböden, wo sie die Kälteperiode überdauern, um im Frühjahr den Grundstein für die nächste Mückengeneration zu legen.

Schadwirkung

Die Stiche der weiblichen Mücken schwellen durch ein von der Mücke abgegebenes Sekret zur Blutgerinnung an. Es kann zu Quaddelbildung und Juckreiz kommen, was sehr unangenehm sein kann. Mückenweibchen sind bei der Auswahl ihrer „Opfer“ wählerisch, weshalb beispielsweise ein Ehepartner deutlich häufiger gestochen wird als der andere.

Als Krankheitsüberträger spielen Stechmücken nach aktuellem Wissensstand (bislang) nur eine sehr geringe Rolle.

Überschwemmungsmücken

Von den üblichen Stechmücken, die teilweise auch als Hausmücken bezeichnet werden, müssen die so genannten Überschwemmungsmücken abgegrenzt werden. Zu den Überschwemmungsmücken gehören wie zu den Stechmücken viele verschiedene Arten. Eine der am weitesten verbreiteten Arten ist die Aedimorphus vexans, die auch zum Teil als „Rheinschnake“ bezeichnet wird.

Die Eier werden von den Weibchen der Überschwemmungsmücken in erster Linie in den Uferbereichen von Gewässern abgelegt, deren Wasserspiegel sich rhythmisch verändern oder in Tümpeln ausgebracht, die sich bei Hochwasser bilden und binnen weniger Wochen wieder austrocknen. Wenn der Wasserspiegel ansteigt, gelangen die Mückeneier unter die Wasseroberfläche. Liegt die Wassertemperatur dabei über 10°C, schlüpfen die Larven der Überschwemmungsmücken. Sind nur wenig natürliche Feinde vorhanden (beispielsweise Fische oder Amphibien), was bei derartigen Gewässern häufig der Fall ist können sich die Larven ungehindert entwickeln.

Überschwemmungsmücken sind meist nachtaktiv und stechen hauptsächlich in der Dämmerung. Wenn das Wetter sehr schwül ist, stechen sie auch am Tage. In hochwasserreichen Sommermonaten sind sie extrem stechfreudig. Außerdem haben sie einen sehr stark ausgeprägten „Wandertrieb“ und können bis zu 40 km umherziehen, um von den Flußauen in die Städte zu gelangen, wo Ihnen ausreichend „Opfer“ zum Stechen zur Verfügung stehen.

Bei den Überschwemmungsmücken überwintern die Imagos (erwachsenen Tiere) nicht, sondern sterben im Herbst ab. Lediglich die Eier der Überschwemmungsmücken überdauern den Winter.

Im Gegensatz zu den Hausmücken stellen Überschwemmungsmücken eine große Gefahr da, weil sie eine Viruskrankheit übertragen, die mit grippeähnlichen Symptomen einhergeht.

Weitere Mücken in der Detailvorstellung:

Maulwurf und Spitzmaus

Waschbär

Schädlinge von A-Z

(Lateinische Namen)


A: Acanthoscelides obtectus, Acheta domesticus, Anthrenus spec., Apodemus flavicollis, Apodemus sylvaticus, Argas reflexus, Arvicola terrestis, Arvicolinae, Attagenus pellio
B: Balaustium murorum, Blattaria, Blatta orientalis, Blattella germanica, Blattodea, Bombus
C: Calliphora erythrocephala, Calliphora vicina, Camponotus ligniperda, Carpophilus hemipterus, Cimex lectularius, Coleoptera, Columba livia domestica, Columba palumbus, Crocidura russula, Cryptolestes ferrugineus, Cryptophagidae, Culex pipiens
D: Dermanyssus gallinae, Dermatophagoides facrinae, Dermatophagoides pteronyssinus, Dermestes lardarius, Drosophila spec.
E: Ectobius sylvestris, Eliomys quercinus, Ephestia elutella, Ephestia kuehniella
F: Fannia canicularis, Formicoidea
G: Gibbium psylloides, Glis glis, Gnathocerus cornutus
H: Harmonia axyridis, Hofmannophila pseudospretella
I: Ixodes ricinus
K: Kleidocerys resedae
L: Lasioderma serricorne, Lasius brunneus, Lasius emarginatus, Lasius fulginosus, Lasius niger, Lathridiidae, Lepisma saccharina, Linepithema humile, Lucilia sericata
M: Martes foina, Microtus agrestis, Microtus arvalis, Monomorium pharaonis, Musca domestica, Mus musculus, Muscardinidae, Muscardinus avellanarius, Myodes glareolus, Myoxus glis
N: Necrobia rufipes, Nemapogon granellus, Niptus hololeucus
O: Ondatra zibethica, Orizaephilus mercator, Oryzaephilus surinamensis
P: Paravespula germanica, Paravespula vulgaris, Periplaneta americana, Periplaneta australasiae, Plodia interpunctella, Pollenia rudis, Porcellio scaber, Procyon iotor, Psocoptera, Psychodidae, Ptinus fur, Ptinus tectus, Pyrrhocoris apterus
R: Rattus norvegicus, Rattus rattus, Rhaphigaster nebulosa, Rhipicephalus sanguineus, Rhizopertha dominica
S: Sarcophaga carnaria, Siphonaptera, Sitophilus granarius, Sitophilus oryzae, Stegobium paniceum, Streptopelia decaocto, Supella longipalpa
T: Talpa europaea, Tapinoma melanocephalum, Tenebrio molitor, Tetramorium caespitum, Thaumatomyia notata, Thaumetopoea processionea, Thermobia domestica, Tinea pellionella, Tineola bisselliella, Tribolium castaneum, Tribolium confusum, Tribolium destructor, Trogoderma angustum, Trogoderma granarium
V: Vespa crabro, Vespidae