In Deutschland gibt es verschiedene Beutegreifer, die zur Familie der Marder (Mustelidae, 5 Unterfamilien, 20 Gattungen, 55 Arten) gehören, die wiederum der Überfamilie der Hundeartigen (Canoidea) zugeordnet ist. Dazu zählen Wiesel, Otter, Dachs, Iltis und die Wildtiere, die das Marder bereits im Namen tragen: der Steinmarder und der Baummarder. Während der Baummarder seinem Namen vollkommen gerecht wird und ein überwiegend verborgenes Leben im Wald führt, hat sein Verwandter der Steinmarder den Lebensraum des Menschen für sich entdeckt.
Sowohl Steinmarder als auch Baummarder gehören der Gattung der Echten Marder (Martes) an. Den Echten Mardern werden insgesamt 8 Arten zugeordnet: Baummarder (Martes martes), Steinmarder (Martes foina), Fichtenmarder (Martes americana), Zobel (Martes zibellina), Japanischer Marder (Martes melampus), Fischmarder (Martes pennanti), Buntmarder/Charsa (Martes flavigula) und Indischer Charsa (Martes gwatkinskii). Hierzulande sind nur Steinmarder und Baummarder verbreitet.
Der Mensch weiß schon ziemlich lange auch die Vorteile der Marder zu schätzen. Wie sich an den hierzulande als Haustieren verbreiteten Frettchen erkennen lässt. Frettchen stellen keine eigene Art dar, sondern sind eine domestizierte Form des Iltisses. Sie wurden früher vor allem von Jägern gehalten, die die kleinen und geschickten Marder zur Jagd auf Kaninchen einsetzen. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Frettieren. Heutzutage werden Frettchen meistens von Liebhabern gehalten, wobei sie in der Stadtjagd (wo nicht geschossen werden darf) auf Kaninchen noch immer von Bedeutung sind.
Wenn es in der Schädlingsbekämpfung um Marder beziehungsweise um die Marderabwehr (Marder vertreiben, Marder fangen) geht, geht es dabei deshalb immer um den Steinmarder, den wir Ihnen im Schädlingslexikon genauer vorstellen.
Marder in der Detailvorstellung:
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