Kennzeichen und Allgemeines
Der Kornkäfer gehört zu den Rüsselkäfern, was an seinen oberen Mundwerkzeugen zu erkennen ist, die zu einem deutlich erkennbaren Rüssel geformt sind. Außerdem zeigen seine Fühler die charakteristische Winkelung. Der Körper des Kornkäfers ist 2,5 bis 5mm lang und dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Der Kornkäfer ist flugunfähig.
Die weichen, weißen Larven des Kornkäfers sind circa 2mm lang und zeigen eine typische Krümmung.
Der Reiskäfer ist ein Verwandter des Kornkäfers. Er ist allerdings flugfähig und weist vier helle, rötliche Flecken auf. Die Larven des Reiskäfers ähneln denen des Kornkäfers optisch sehr stark.
Fortpflanzung
Die Larven des Kornkäfers entwickeln sich in Getreidekörnern, wobei sie das Korn von innen aushöhlen. In Abhängigkeit von der Temperatur entwickelt sich der Kornkäfer in einem Zeitraum von 1,5 bis 6 Monaten.
Befall
Der Kornkäfer befällt Getreidekörner (Roggen, Weizen, Hafer, Gerste), geschälten Reis, Mais, Buchweizen, Teigwaren, Eicheln, Mehl, Kleie und Schrot. Erwachsene Kornkäfer fressen von außen, während die Larven die Körner von innen aushöhlen.
Meist tritt der Befall gleich nach der Ernte durch einen befallenen Sack oder befallene Transportmittel auf.
Vor allem, wenn Getreide aus biologischem Anbau gekauft wird, steigt das Risiko einer Einschleppung.
Schadwirkung
Der Kornkäfer verursacht Fraßschäden an den Vorräten, wobei er nicht auf Güter ausweicht, die nicht auf seinem Speiseplan stehen. Es gibt keine Krankheitsübertragung durch den Kornkäfer. |