Kennzeichen und Allgemeines
Der Khaprakäfer zählt zur Familie der Speckkäfer. Er wird bis zu 3mm groß und hat einen ovalen Körper. Seine Färbung reicht von braun bis schwarz mit gleichmäßiger Behaarung, wobei die Flügeldecken häufig ein hellbraunes Muster aufweisen. Am Ende des Hinterleibs sind Büschel längerer Borsten erkennbar.
Die Larven des Khaprakäfers erreichen eine Größe von etwa 6mm. Sie besitzen eine gelbliche bis goldbraune Farbe und sind mit Haaren und Borsten besetzt.
Fortpflanzung
Die Paarung des Khaprakäfers vollzieht sich direkt nach dem Ausschlüpfen.
Das Weibchen des Khaprakäfers legt in einem Zeitraum von etwa 1 bis 6 Tagen bis zu 80 Eier ab. Bis die Larven schlüpfen vergehen circa 5 bis 7 Tage.
Die vollständige Entwicklung kann sich bei idealen Bedingungen in einem Zeitraum von lediglich 4 Wochen abspielen. Ungünstige Umstände (beispielsweise niedrige Temperaturen) führen dazu, dass die Entwicklung der Larven gestoppt wird. Insgesamt kann sich die Entwicklungsdauer auf diese Weise auf bis zu 3 Jahre verlängern.
Die Lebenserwartung des erwachsenen Khaprakäfers ist mit 7 bis 14 Tagen sehr kurz.
Befall
Zu den bevorzugten Nährsubstraten des Khaprakäfers gehört Getreide jeglicher Art (Weizen, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Hafer, Malz und gemalzte Gerste) und Getreideprodukte (Mehl, Nudeln). Daneben nimmt er auch Nüsse (Erdnüsse, Pekanüsse, Walnüsse), Mandeln, Kichererbsen, Sojabohnen, Linsen, Erbsen, getrocknete Insekten, Kadaver oder getrocknete Tierhäute an.
Aufgrund seiner Ernährungsgewohnheiten kommt es häufig in Getreidespeichern, Saatgutbetrieben, Tierfutterfabriken, Warenhäusern und Lebensmittellagern zu einem Befall mit dem Khaprakäfer. Zusätzlich bedroht sind Museen, wo ein Befall mit Khaprakäfern die Zerstörung von Insektensammlungen und/oder Tierpräparaten zur Folge haben kann.
Schadwirkung
Unter den Vorratsschädlingen gilt der Khaprakäfer als einer der „gefährlichsten“ Getreideschädlinge/Saatschädlinge, da die Auswirkungen eines Massenbefalls verheerend sein können. Bei einem nicht rechtzeitig erkannten Massenbefall in einem Getreidelager, können durchaus 70% der Vorräte durch den Khaprakäfer vernichtet werden.
Durch die Haare und Borsten der Larven können allergische Reaktionen und Hautirritationen beim Menschen hervorgerufen werden.
Die Aufnahme von befallenen Lebensmitteln kann zu Magen-Darm-Problemen führen. |
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