| Rossameise - Camponotus ligniperda |
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Schädlinge |
Kennzeichen und Allgemeines
In Mitteleuropa ist die Rossameise (auch: Roßameise) die größte einheimische Ameise. Die Königinnen misst zwischen 16 und 18mm. Die Arbeiterinnen erreichen Größen zwischen 7 bis 14mm. Die Männchen sind mit 9 bis 12mm kleiner. Kopf und Hinterleib der Rossameise sind schwarz. Der mittlere Abschnitt ihres Körpers ist hingegen eher rötlich gefärbt. Die Arbeiterinnen verfügen nicht über Ocellen.
Rossameisen sind tag- und nachtaktiv. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Wehrhaftigkeit und Aggressivität aus. Die Arbeiterinnen können schmerzhaft beißen.
Fortpflanzung
Bei den Rossameisen findet der typische Hochzeitsflug von Anfang Mai bis Ende Juni statt. Die geflügelten Männchen und Weibchen, welche bereits vor der Überwinterung entstanden sind, schwärmen in der Regel 2 bis 5 Stunden vor Sonnenuntergang aus, wenn die Temperaturen bei 21°C bis 27°C liegen. Im Anschluss an den Hochzeitsflug werfen die begatteten, jungen Königinnen die Flügel ab und beginnen an geschützter Stelle mit dem Nestbau. Dazu wird Totholz ausgewählt oder ein Erdnest unter einem Stein angelegt. Die ersten Arbeiterinnen zieht die Königin alleine groß, wobei sie einen Teil des Geleges zur Ernährung der Larven verwendet.
Sobald die ersten Arbeiterinnen voll entwickelt sind, kümmern diese sich um den weiteren Nestbau und die nachfolgende Brutpflege. Die Königin widmet sich dann allein dem Eierlegen.
Die Arbeiterinnen der Rossameisen sind sehr langlebig und können ein Lebensalter von 10 Jahren erreichen.
Befall
Die Rossameise lebt überwiegend an sonnigen Waldrändern und Lichtungen. Es kann jedoch vorkommen, dass sie sich in Gebäuden ansiedeln und dort zur Nestanlage morsche sowie intakte Balken ausnagen.
Schadwirkung
Die Rossameise ist ein Holzschädling, der in Gebäuden als Materialschädling für Probleme sorgen kann. |
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